Die Eichstätter Domorgel

Aufgrund der Renovierung des Doms finden bis auf Weiteres alle Gottesdienste und Konzerte der Dommusik in der Schutzengelkirche statt.

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Im Jahr 2021 wird die Orgel deutschlandweit als Instrument des Jahres wird die Orgel gefeiert. Auch die Eichstätter Dommusik möchte die Königin der Instrumente mit bsonderen Veranstaltungen bzw. Schwerpunkten würdigen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Die Orgel der Schutzengelkirche Eichstätt – Denkmal der Neuzeit

„Hier ist alles klar und sauber,… das Material des edelsten Holzes und der hochprozentigen Zinnlegierungen hält jeder Kritik stand. Das Holz des Subbasses ist auf über 1800 m alpiner Höhe langsam gewachsen. In allen Teilen der Orgel wurde nur massives Holz verwendet. Das alles geschah nicht aus Aufwändigkeit sondern aus Gründen der Schwingungsfähigkeit zu Gunsten der Klangqualität.“ So wird die Orgel der Schutzengelkirche Eichstätt in ihrem Entstehungsjahr 1965 beschrieben. Als erstes Instrument in Deutschland wurde sie mit 40 Registern (später ergänzt durch einen glanzvollen Zimbelstern) auf 3 Manualen und Pedal von der renommierten schweizer Firma Mathis erbaut. Durch die Rückbesinnung auf traditionelle Bauweisen mit rein mechanischer Spiel- und Registertraktur war das Instrument wegweisend für den Orgelbau der Nachkriegszeit. Basierend auf dem Prinzip der Tonkanzelle und aufgrund der ausgeklügelten Mensurierung mit der zeittypischen filigranen Kernspaltenintonation erklingt die Orgel noch heute in edler Schönheit. Sie gilt als einzigartiges Denkmal der jüngsten Musikgeschichte.

10.02.2021, Domorganist Martin Bernreuther

Die Disposition der Orgel in der Schutzengelkirche finden Sie hier.

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Die Orgel im Eichstätter Dom

Die große Orgel im Eichstätter Dom wurde in den Jahren 1972 bis 1975 von Hubert Sandtner aus Dillingen/Donau erbaut.

Fanden die Vorgängerorgeln an verschiedenen Stellen im Dom Platz, so entschied man sich bei der Umgestaltung des Innenraumes in den Jahren 1970-1975 für einen zentralen Platz in der dritten Kapelle des südlichen Seitenschiffes, der ehemaligen Taufkapelle. Mit der Renovierung des Domes wich diese Kapelle dem Zugang für die dahinter neugebaute Domsakristei und bot somit darüber den idealen Platz für den Neubau einer Orgel.
Die Eichstätter Domorgel besitzt 68 klingende Register, die sich auf 4 Manuale (Hauptwerk, Rückpositiv, Schwellwerk, Brustwerk) und Pedal verteilen. Spiel- und Registertraktur sind vollmechanisch, die Registertraktur verfügt als sog. Doppeltraktur über Registermagnete, die den Einsatz einer Setzeranlage zum Abspeichern und Abrufen der Registrierungen ermöglicht.
Im Jahre 2005 wurde die Domorgel einer grundlegenden Revision unterzogen. Die in den letzten Jahren zunehmende Belastung der Luft machte im Jahr 2017erneut eine Reinigung und Überarbeitung notwendig. Dabei wurde auch das Klangbild der Orgel etwas runder und feiner gestaltet und die Technik auf den heute gängigen Standard gebracht. Die Arbeiten wurden ausgeführt von der Firma Sandtner, Dillingen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Firma Goll, Luzern.

Neben den Domkonzerten und den Samstags-Matineen erklingt die Domorgel in Gottesdiensten an Werk- und Sonntagen.

Die Disposition der Domorgel finden Sie hier.

Zoom (112KB)

Foto: Dr. Christian Klenk